Die
Selz
Unser
Bachpaten-Abschnitt
Fische
in der Selz
Totholz
Was ist Totholz?
Unter Totholz versteht man größere Äste und abgestorbene Bäume, die ins Wasser oder zu Boden fallen. An Land, auf dem Boden bietet Totholz Unterschlupf für zahlreiche Insekten. In Holzhaufen oder Stapeln suchen auch andere Reptilien und kleine Säugetiere Schutz. Auch im eigenen Garten kann man sein Schnittholz in einer ungenutzten, unauffälligen Ecke lagern. Wer jetzt gleich an Ungeziefer denkt sollte sich noch einmal genauere Gedanken machen. Ein Igel könnte bald zum Dauergast werden und der Specht zum Beispiel übernimmt die Kontrolle über den Insektenbestand in diesem Stapel.
Ähnlich ist es im
Wasser. Große Äste oder ganze Baumstämme, die ins Wasser fallen und sich an
einer Stelle festsetzen, bilden einen kleinen Wasserstau. Hier sammelt sich nun
immer mehr Treibgut und im Laufe der Zeit verfestigt sich das Material so, dass
eine kleine "Totholzinsel" entsteht. Durch dieses Hindernis erreicht der Bach
eine höhere Fließgeschwindigkeit. An einer schwachen Stelle dieses Staus werden
immer wieder Teile abgetragen oder sogar das Uferprofil ausgeschwemmt. Das
Wasser wird durchgewirbelt und reichert sich mit Sauerstoff an. So reguliert
sich der Bach selbst und findet einen neuen Weg um natürlich weiterzufließen.
Diese Totholzinseln schaffen unter anderem auch verschiedenen Wasservögeln eine
geschützte Brutmöglichkeit.
Einfache im Wasser liegende Äste können auch
beispielsweise ein Ansitz für den Eisvogel sein. Im folgenden zeigen wir einige
Bilder am Beispiel "unserer" Selz:



Bilder
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Natürlich müssen solche Totholzaufstauungen von Zeit zu Zeit von Zivilisationsmüll gereinigt und auf ihre Ausmaße kontrolliert werden. Entsteht ein zu großer Wasserhöhenunterschied muss eingegriffen werden um eventuellen Schäden in Wohngegenden oder Landwirtschaftlichen Flächen, durch zu starken Rückstau, entgegen zu wirken. Sollte dieser Fall einmal auftreten, darf aber nur der Durchfluß vergrößert werden um die Insel weiter zu erhalten und eine natürliche Gewässerstrukturierung zu gewährleisten.
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Diese Rinne haben wir im Uferbereich so bearbeitet, dass dem Wasser eine bessere Angriffsfläche geboten wird um sich seinen Weg selbst weiter auszubauen. Nun werden wir diese Stelle einige Zeit ruhen lassen, um zu sehen wie sich der Verlauf entwickelt. Die Rinne wird sich sicherlich noch einmal zusetzen und fordert eine Nacharbeit bis wir sie wieder komplett sich selbst überlassen.
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Ein ausführliches Heft zum Thema "Totholz in Fließgewässern" hat die Gemeinnützige Fortbildungsgesellschaft für Wasserwirtschaft und Landschaftsentwicklung (GFG) mbH herausgebracht. (Telefon: 06131 - 613021)